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1430

Andrä Kalmüntzer von dem Marktflecken Kallmünz in der Oberpfalz (Bayern) kommt nach Meran und erwirbt am Sandplatz ein herrschaftliches Gebäude, das er nach seinem Namen „Kallmünz" nennt. Im Jahre 1441 wird er Bürger von Meran und erwirbt sich so das Vertrauen der Meraner, dass sie ihn 1448 und 1453 zum Bürgermeister wählen. Er ist in zweiter Ehe mit Dorothea von Mörl vermählt und stirbt 1480 in Meran. Das wohl älteste Grabmal Merans erinnert an der Pfarrkirche noch an ihn. Sein Sohn Andreas jun. ist ebenfalls Bürgermeister von Meran. Sein Nachfahre Wolfgang von Kallmünz ist seit 1586 mit Maria von Mörl verheiratet.

1522
Die Kallmünz liegt im ältesten Viertel inmitten der Kurstadt Meran, die schon 1522 von Kaiser Karl V. für sein besonderes Klima geschätzt wurde. Dieses milde Klima des Burggrafenamtes lockte aber nicht nur Aristokraten aus dem Reich der Habsburger, sondern auch aus großen Teilen Europas, aus England, Frankreich, Preußen und Russland hierher, um Ruhe und Erholung zu finden und etwas für ihre Gesundheit zu tun. Als Symbolfigur gilt dabei sicherlich Kaiserin Sissi, Elisabeth von Österreich, welche im 19. Jahrhundert wiederholte Male auf Schloss Trautmannsdorff
residierte – und auch auf Besuch in Schloss Kallmünz war. Meran wird fortan für viele Menschen aus ganz Europa als Kurstadt, Garten- und Thermalstadt, als das sogenannte „Subtropische Norwegen“ geschätzt.

1604
Mit Osias von Kallmünz stirbt die Meraner Linie der Kallmünzer aus.

1631
Seine Tochter Anna Katharina heiratet Isaak Andreas von Heidenreich-Pidenegg, der der Kallmünz das heutige Aussehen verleiht. Deren Tochter Anna Serafine heiratet 1649 Andreas von Pock-Hausenheim.

1634
Erzherzogin Claudia will ihren Hof von Innsbruck, wo die Pest wütet, nach Meran in die Kallmünz verlegen.

1669
Die Kallmünz kommt an Fortunat von Enzenberg, 1685 an Dominik von Hohenhauser und von dessen Sohn 1706 an Johann Anton Graf Stachelburg. Über dem Eingang zur Kallmünz wird aus Anlass der Vermählung seines Sohnes Franz Ernst mit Maria Josefa Gräfin Schlandersperg 1720 ein Allianzwappen angebracht.

1809
Johann Graf Stachelburg, der letzte seines Geschlechts, fällt an der Seite Andreas Hofers in der Schlacht am Berg Isel.

1840
Durch die Ehe seiner Tochter, der letzten Gräfin Stachelburg, mit Alois Freiherren von Schneeburg im Jahre 1840 geht das Schloss an die Familie Schneeburg über.

1860
Mit der Heirat der letzten drei Schneeburgschwestern mit zwei Brüdern und einem Cousin Giovanelli gelangt der gesamte Besitz in das Eigentum der Barone Giovanelli.

1978
Praxedes Baronin Giovanelli vererbt das Schloss ihrem Vetter Dr. Ernst Graf Khuen-Belasy und Edith von Mörl, deren Nachkommen es heute bewohnen.

2003
In Zusammenarbeit zwischen Meinhard Khuen, dem Küchenchef Luigi Ottaiano und Thomas Hölzl entstand aus der alten Remise das heutige Restaurant Kallmünz.


 

 

 

 

 

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